Begabtenförderung – quo vadis 2

Die Leistungen sind so unterschiedlich. Die guten Schüler sind gelangweilt.“ (Salzburger Nachrichten, 30. März 2011, Thema „Bildung“, Thomas Hödlmoser. Zitat von Schülerinnen einer Schule in Finnland).

Der gemeinsame Unterricht für alle Schüler eines Jahrgangs gilt als entscheidender Faktor für die guten Ergebnisse der finnischen Schüler bei den PISA-Tests – vor allem, weil die Schwachen von den Leistungsstarken lernen. Das Modell hat jedoch Schwächen, wie sich auch in der Englischstunde zeigt. …“ (Zitat Salzburger Nachrichten, ebenda).

  • Darf die Förderung von guten und begabten Schülerinnen und Schüler einfach darin bestehen, dass sie längere und schwierigere Aufgaben gestellt bekommen?
  • Kann die Fördergung (Hoch-) Begabter durch entsprechende Ressourcen, etwa in der Schulbibliothek, unterstützt werden?
  • Erlaubt eine erstklassige fachliche Ausbildung der Lehrpersonen (auch getrennt nach Fakultäten) eine profunde Betreuung (Hoch-) Begabter?
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Begabungsförderung – quo vadis?

Die Erfolge des finnischen Schulsystems im Bereich der Gesamtschule lässt die Frage nach der (Hoch-) Begabtenförderung unbeantwortet. „… Und es streitet niemand ab, dass die besten Schüler, die Talentierten und Hochbegabten, an finnischen Schulen häufig unterfordert sind un es für sie zu wenig Förderprogramme gibt. …“ (Salzburger Nachrichten, 29. März 2011, Thema Bildung „Das Land mit den besten Schulen“).

Frau Raija Vahasalo, Vorsitzende des Bildungs- und Kulturausschusses im finnischen Parlament, meint im SN-Interview: „… Was mir Sorgen bereitet, ist die Frage: Was tun wir mit den talentierten Schülern? Ich glaube, wir fördern sie nicht ausreichend. Der Grund ist, dass wir glauben, diese Schüler kämen ohnehin selbst zurecht. Ich glaube aber, sie haben auch das Recht, eine spezielle, vertiefende Ausbildung zu bekommen.“ (Salzburger Nachrichten, 29. März 2011, Thema Bildung „Das Land mit den besten Schulen“).

  • Was bedeuten diese Erkenntnisse für das österreichische Schulsystem?
  • Schaffen es die Lehrkräfte bei passenden Rahmenbedingungen, sowohl leistungsschwächere wie talentierte, (hoch-) begabte Schülerinnen und Schüler zu fördern?
  • Beabsichtigen wir diese umfassende Förderung der Kinder und Jugendlichen überhaupt?

ECHA-Lehrgang 2011, Modul 2

Das Modul 2 „Diagnosen und Förderprogramme“ fand am 16. – 18. März 2011 im Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten, statt. Gemeinsam mit den Inhalten von Modul 1 und den Artikeln des Readers dienen die Vorträge als Basis für die Diplomprüfung in Modul 3.

Moodle-Kurs ECHA-Lehrgang 2011 (Anmeldename und Kennwort erforderlich)